Völlig verdient setzte sich Wiltz am vorgestrigen Samstag mit 4:2 gegen die favorisierten Gäste aus Differdingen durch. Gegen die in allerbester Spiellaune auftretende Offensivreihe der Wiltzer – allen voran der dreifache Torschütze Osmanovic – hatten die Differdinger einen schweren Stand. Die Gäste agierten in Nähe des gegnerischen Strafraums zu ideenlos, um die lokale Abwehr vor unlösbare Probleme zu stellen. „Wie schon beim Auswärtserfolg in Grevenmacher zeigte sich meine Mannschaft auch diesmal mental auf der Höhe. Und in spielerischer Hinsicht haben wir unser Potenzial unter Beweis gestellt. An unserem verdienten Sieg gibt es deshalb keinerlei Zweifel“, so der Wiltzer Trainer Samir Kalabic nach der bisher besten Saisonleistung seiner Schützlinge.

In der „Géitzt“ lieferten sich beide Mannschaften vom Anpfiff weg eine abwechslungsreiche Begegnung. So bot sich Differdingen schon nach 5′ eine erste Tormöglichkeit, aber Er Rafik konnte einen Fehler der Wiltzer Abwehr nicht ausnutzen. Mit fortlaufender Spieldauer kam Wiltz immer besser zur Geltung. Eine von Linksverteidiger Faljic (7.’) eingefädelte Aktion lieferte einen ersten Einblick in den Offensivelan der Platzherren. Jedenfalls wusste Wiltz in spieltechnischer Hinsicht Akzente zu setzen.

Für viel Gesprächsstoff sorgte dann die Szene, die dem Führungstreffer der Gastgeber vorausging. Als Mersch bei einem Duell gegen Jänisch zu Boden ging, entschied Schiedsrichter Pires auf Elfmeter. Im Differdinger Lager verstand man die Entscheidung des Unparteiischen nicht. „Ich bin formell, das war kein Elfmeter! Zum einen war es kein Fehler am Wiltzer Spieler, zum anderen spielte sich die Szene nicht im Strafraum ab“, so Gästetrainer Michel Leflochmoan. Osmanovic behielt die Nerven und setzte den Strafstoß zum 1:0 ins Netz. Die nun beflügelt auftretenden Wiltzer verdoppelten noch vor dem Seitenwechsel ihren Vorsprung. Von Scolas in Szene gesetzt, behielt Osmanovic in der 42.’ die Übersicht und traf zum 2:0.

Konterstarke Gastgeber

Differdingen war also nach der Pause gefordert. Der glücklos agierende Er Rafik vergab nach 58′ in aussichtsreicher Position den Anschlusstreffer, ehe alle guten Vorsätze der Gäste über den Haufen geworfen wurden. Nachdem Cossalter in extremis von Siebenaler am dritten Wiltzer Treffer gehindert wurde, hieß es nach 59′ trotzdem 3:0. Einen über Cossalter eingeleiteten Konterangriff der Gastgeber schloss Osmanovic gekonnt ab.

Die nie aufsteckenden Differdinger sorgten aber noch einmal für ein wenig Spannung. Nachdem zunächst Er Rafik (68.’) gehalten worden war und dann Sène (80.’) im eigenen Strafraum ein Handspiel unterlief, bekamen die Gäste zwei Strafstöße zugesprochen. Franzoni ließ sich die Chance nicht entgehen und traf jeweils vom Elfmeterpunkt. Zwischendurch hatte aber auf der Gegenseite Cossalter nach einem Zuspiel von Osmanovic gegen die überforderte Differdinger Abwehr den vierten Treffer der Platzherren markiert.

In den Schlussminuten war Wiltz, wie beim Pfostentreffer des eingewechselten Moacyr, sogar näher an einem weiteren Tor als der Gegner.

 

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